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Oestliche Kulte

"Sehet zu, dass euch niemand fange durch die Philosophie und leere Täuschung nach der Ueberlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht nach Christus“.
Kolosser 2:8

Theosophie

Der Begriff Teosophie bedeutet wörtlich Weisheit Gottes. Die Bewegung, die unter diesem Namen bekannt ist, lässt sich auf Hunderte oder sogar Tausende von Jahren zurückverfolgen, weil einige seiner wichtigsten Lehren aus dem alten Hinduismus stammen, deren Ursprünge bis 3000 v. Chr. reichen.

Die moderne Theosophie hatte ihren Anfang mit dem Leben und dem Werk einer russischen Frau mit vielen Talenten, Helena Petrowna Blavatsky, im Jahre 1831 in Jekaterinoslaw, Russland geboren. Im Alter von 17 oder 18 Jahren heiratete Helena, nur um ihre Haushälterin zu ärgern, die ihre Ansichten nicht teilte, einen gewissen General Blavatsky, der damals 48 Jahre alt war. Die Ehe dauerte drei Monate

Von 1848 bis 1873 reiste sie ausgiebig um die Welt. Sie besuchte auch die asiatischen Länder und absorbierte viele orientalische Ideen, die später in ihren religiösen Ansichten auftauchten. Sie interessierte sich für Spiritismus, der vor kurzem wieder Trend wurde und sie war selbst für einige Zeit ein Medium, was eine wichtige Tatsache bei der Beurteilung der Theosophie darstellt.

Im Jahr 1873 kam Madame Blavatsky in die Vereinigten Staaten, wo sie fünf Jahre später eingebürgert wurde. Im selben Jahr, in dem sie in Amerika ankam, traf sie in Vermont einen gewissen Oberst Olcott, ein Bürgerkriegsveteran, der ihr leidenschaftlicher Jünger werden sollte. Dann zog sie nach New York, wo ihre Wohnung unter dem Namen Iamasery bekannt wurde, ein tibetisches Wort, das Kloster bedeutet. Vor ihrem Tod im Jahre 1891, hatte sie zwei Bücher veröffentlicht, die grundlegenden Werke der Teosophie. Isis Unvailed (Entschleierte Isis) und The Secret Doctrine (Die Geheimlehre).

Oberst Olcott forderte sie auf eine Gesellschaft zu gründen, die dem Studium der verborgenen Realitäten und den magischen Aspekten der Religionen gewidmet war und sie zu propagieren; Madame Blavatsky beherzigte diese Empfehlung und gründete im Jahre 1875 die Theosophische Gesellschaft. Es wurde ein ständiger Hauptsitz gegründet,  passenderweise in Adyar, nahe Madras, Indien.

In England wurde Madame Blavatsky von der genialen Frau eines anglikanischen Bischofs, Annie Wood Besant (1847-1933) vertreten, Atheistin und geschieden. Helena Blavatsky sorgte sich daher über die Angemessenheit ihrer geistigen Fähigkeiten. In den USA übernahm die Führung der Bewegung jedoch nicht Olcott, wie es zu erwarten gewesen wäre, sondern ein gewisser William Q. Richter; Olcott war ein guter Organisator, aber es fehlte ihm die „psychische“ Tiefenwahrnehmung, welche von einem Oberhaupt einer Sekte gefordert wird.

Walter R. Martin erinnert sich: "Nebst ihren zahlreichen Errungenschaften, gründete Frau Besant im Jahre 1898 das Central Hindu College in Benares in Indien und im Jahre 1916, die Liga für die indische Selbstverwaltung. Im Jahr 1917  wurde sie zur Präsidentin des Indian National Congress gewählt und wurde fast immer als eine mächtige Figur in der indischen Politik angesehen" (The Rise of the Cults, S. 36). Im Jahr 1906 kündigte Frau Besant die Ankunft des Messias in der Person von ihrem Adoptivsohn Krishnamurti an. Viele glaubten dieser Ankündigung, aber im Jahr 1931, lehnte der junge Mann öffentlich den Titel ab.

So kam es, dass zwei Frauen, die sehr vertraut mit den heiligen Traditionen Indiens waren, die Bewegung ins Leben gerufen haben, die heute als Theosophie bekannt ist.
W. Martin glaubt, dass sie 12 000 Mitglieder zählt

Die Lehren der Theosophie

Gott ist unpersönlich. Wie viele ähnliche Bewegungen, ist die Theosophie ein Waisenkind auf theologischem Boden: Sie verlor ihren Vater. Für einen Theosophen, ist Gott nichts anderes als ein unpersönliches Prinzip, das alles durchdringt.

Theosophie ist pantheistisch, weil sie nicht zwischen Schöpfer und Geschöpf unterscheidet. Die pantheistische Schlussfolgerung, von welcher diese Theorie kommt, ist durch das Zitat von Krishnamurti klar, konservativ hingegen von Dr. Van Baalen: "Du bist Gott, und willst nur, was Gott will, aber du musst tief in dich graben um den Gott in dir zu finden und seine Stimme zu hören, die deine Stimme ist" (The Chaos of the Cults,> III.
S. 81). Natürlich ist diese Sicht das Gegenteil des christlichen Glaubens, die nur an einen persönlichen Gott-Vater glaubt, der die Anzahl Haare auf den Köpfen Seiner Kinder kennt und sie alle gleich nennt. Ein Prinzip hat kein Leben in sich selbst, es ist einfach nur ein Gedanke oder ein Konzept. Der Gott der Christen ist lebendig und ist eine Person, nicht ein Prinzip (Matthäus 16:16, Johannes 6:57).

Der Ursprung der theosophischen Lehren sind die Offenbarungen. In Tibet, ein Land das lange als rätselhaft galt, leben die Mahatma, geistige oder spirituelle Menschen, ungewöhnlich begabte und erleuchtete Menschen. Sie hätten sich entscheiden können, ins Nirwana, das Äquivalent des theosophischen Himmels einzugehen, aber sie entschieden sich auf der Welt zu bleiben, um den Erwählten zu helfen, in den theosophischen Segen einzutreten. Von ihnen und von ihren Offenbarungen kommen die einzelnen Wahrheiten der Theosophie. Auf welchem Weg kann die Welt ihre geheimen Wahrheiten erfahren? Ganz einfach: sie wählten Frau Blavatsky als Bevollmächtigte, gewährten ihr Offenbarungen und sie wiederum eröffnete sie der wartenden Welt.

Die Theosophen haben eine besondere Lehre über den Menschen. Sie sagen, dass jedes Individuum aus sieben Teilen besteht. Die häufigste Klassifizierung ist die folgende: „Der physische Körper, der ätherische Körper (Doppel-oder Vital), der Astralkörper (oder emotionaler), der Mentalkörper, Kausalkörper, der Zukunftskörper, der perfekte Körper. Die Erlösung besteht darin, sich von einem Körper zum andern zu bewegen, bis die Vollkommenheit im siebten Körper erreicht wird. Die Teile der Person, die nicht mehr benötigt werden, werden eliminiert, wie die Haut einer Schlange".(H. Davies, Christian Deviations, S. 25,26).

Der Übergang von einem Körper zum anderen erfordert nicht nur die Reinkarnation, sondern auch das persönliche Opfer und eine selbst auferlegte Demütigung. Also auch hier ist das Konzept der Erlösung, wie in jedem anderen religiösen System das durch den menschlichen Geist geschaffen wurde, an Werke gebunden, auch hier glaubt man, dass die Erlösung durch menschliche Bemühungen erreicht werden kann, entgegen dem was die Bibel sagt (erhält man "nicht aus Werken "Epheser 2,8-9).

Wir haben auf die Reinkarnation als Mittel des Heils angespielt. In der Tat ist eines der Markenzeichen der Theosophie, die einen deutlich östlichen Charakter zeigt, der Glaube, dass Menschen, die derzeit auf der Erde leben, schon vorher in einem anderen Körper als verschiedene Individuen existierten. Ihren aktuellen Status, sei es Armut oder Wohlstand, wird durch die Qualität ihrer früheren Leben bestimmt. Dieser Glaube ist ein Versuch, das Böse einfach mit der Behauptung zu erklären, dass alle Leiden das Ergebnis der Sünden der Vergangenheit sind, begangen in einer früheren Inkarnation. Es gibt also keine Unschuldigen.

Die theosophische Vorstellung vom Himmel ist eine Parallele zum Buddhistischen: Das "Nirvana" wird endlich nach vielen Wiedergeburten erreicht. In diesem Zustand wird das Individuum von der unpersönlichen universalen Seele aufgenommen, der nicht biblische Gott-Geist, dabei verliert man sein persönliches Gewissen. "Die Theosophen haben auch ihre Hölle, die seltsamerweise aussieht wie das katholische Fegefeuer mit unbeschreiblichen Qualen in Hülle und Fülle. Die Kamaloka, der Name für diesen Zwischenzustand der Existenz, sammelt die verstorbenen Seelen, die für die Sünden der Vergangenheit leiden und auf Reinkarnation warten, oder ein neues Leben in einem neuen Körper zu starten ... "(W, Martin, The Rise of the Cullts, S. 38).

Offensichtlich sind die theosophischen Ideen sehr weit von denen der Bibel entfernt. Theosophie ist ein Beispiel einer esoterischen Bewegung, d.h. sie akzeptiert und betont, dass die geheimen Wahrheiten durch erleuchtete Geister übertragen werden. Christen akzeptieren und anerkennen die Bibel als einzige Autorität auf dem Gebiet der religiösen Überzeugungen, wohl wissend, dass Gott die Menschen gewarnt hat vor dem Hinzufügen oder Entfernen von etwas aus Seinem Wort (siehe Deuteronomium 4:2, 12:32; Sprüche 30:6, Offenbarung 22:18,19). Der Apostel Paulus fügt diesen Warnungen die Einladung an, keine anderen Lehren anzunehmen als die, die von Gott kommen durch sein Wort: "Aber wenn auch wir oder ein Engel vom Himmel euch ein anderes Evangelium predigen würden als das, welches wir euch gepredigt haben, der sei verflucht! "(Galater 1:8,9).

Theosophie ist eine Mischung aus vielen Religionen. Sie zielt darauf ab, alle Glaubensrichtungen durch die Schaffung einer gemeinsamen Grundlage für eine universelle Religion zu vereinen. Dieser Zweck kann vor den Divisionen, die in der Welt existieren geschätzt werden, aber sicherlich kann man dort wo die Worte Christi nicht völlig akzeptiert werden nie eine wahre Einheit erreichen.

Die Theosophie bestreitet die wichtigsten Lehren des Christentums, seine Lehren gefährden ernsthaft die christliche Vorstellung von Gott, von Christus, von Sünde, Erlösung, Gebet und Versöhnung. Von all den Bewegungen, die wir in diesem Handbuch studieren, ist die Theosophie am weitesten vom Christentum entfernt.


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