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"Habe acht auf sich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken. Denn wenn du solches tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören"
1. Timotheus 4:16

Wenn wir über historisch-kritische Theologie sprechen, bezieht sich dies auf einige theologischen Strömungen die sich in unserer Zeit entwickelt haben, die aber in einer kulturellen Bewegung von gewaltiger Grösse verwurzelt sind und deren maximale Entwicklung zwischen dem fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert aufgetreten ist: Humanismus (1). Die Wurzeln des Humanismus wiederum, gehen zurück bis zur alten klassischen Welt, als die Philosophen zu Gunsten des Individualismus und der Freiheit des Menschen von jedem Zwang sprachen

Um 1200 begann der Humanismus in Italien Fuss zu fassen, nach dem lange andauernden Mittelalter, ein lebendiges Interesse für die griechischen und lateinischen Klassiker. Aber das Neue war nicht das Interesse an dieser Studien, sondern die Art und Weise, wie sie durchgeführt wurden. Zuvor hatte die römisch-katholische Kirche Beschränkungen auf Materialien und klassischen Autoren zur Studie auferlegt und hatte sogar die Schlussfolgerungen, zu denen sie kommen sollten, angegeben; aber jetzt war man nicht mehr an die Adresse der Kirche gebunden, sie studierten die klassische Welt mit Freiheit, ohne Vorurteile und entdeckten die wahren Inhalte. Im Jahr 1200 war dieser Prozess noch im Keim; in den folgenden Jahrhunderten wuchs und wuchs er, so dass eine totale Erneuerung der Kultur in allen Bereichen geboren wurde und verbreitete sich von Italien aus nach ganz Europa.

Dieser Prozess erreichte im sechzehnten Jahrhundert ihren Höhepunkt, als er unter dem Namen der Renaissance bekannt wurde. Jetzt hatten sich die Menschen von den Behörden und der Übermacht der Kirche Roms befreit und hatten gelernt, unabhängig zu denken.

Den frischen Wind, den man spürte, zeigte ihnen das Leben und alle anderen Dinge auf eine neue Weise, schön und aufregend. Vor allem aber war Gott offensichtlich nicht mehr der kompromisslose, strenge, unerbittliche Richter, wie die Kirche in Rom während des ganzen Mittelalters hindurch, gezeigt hatte. Die Religion war ein Komplex von Handlungen und Taten, um den unnachgiebigen Richter zu besänftigen; um zu versuchen die Seele zu retten und den Himmel zu gewinnen oder wenigstens das Fegefeuer, hatte man sich auch der legitimsten Freuden berauben lassen.

Das ganze Leben eines jeden Mannes und jeder Frau, war seit so vielen Jahrhunderten von dieser Sichtweise beeinflusst worden: Das religiöse römisch-katholische System wurde allen Völkern in Europa, die dem Papst unterlegen waren, wie ein schwerer Umhang auferlegt.

Man kann sich vorstellen, was für eine Erleichterung die humanistische Bewegung gebracht hatte und wie schön ihnen das Leben jetzt erschien. Dies warf ein neues Licht auf Gott und die Bibel und die Wahrheit der heilbringenden Gnade Gottes begann, trotz tausend Schwierigkeiten, Fortschritte zu machen. Es ist bezeichnend, dass gerade in diesem Jahrhundert, im sechzehnten, die protestantische Reformation ausbrach. Nicht, dass es bis dahin keine Bewegung zur Wiederbelebung der reinen Grundsätze des Evangeliums gab, (das klassische Beispiel sind die Waldenser) aber die Übermacht des Papstes und seiner Religion hatte sie immer erstickt und zum Schweigen gebracht. Jetzt aber, in den sich verändernden historischen und kulturellen Bedingungen, hatte der Papst die Fähigkeit und die politische Kraft nicht mehr, die sehr vitale Bewegung der protestantischen Reformation zu kontrollieren und dies könnte sich schnell von Deutschland aus nach ganz Europa ausweiten. Danke auch an das Gedeihen der Philologie (eine Wissenschaft, die die ursprünglichen griechischen und lateinischen Texte studiert), begann man das Neue Testament in der Originalsprache zu studieren und diese Studie führte zu einigen wichtigen doktrinären Entdeckungen, wie die Widersprüchlichkeit der Busse der römisch-katholischen Lehre.

Wie jedes Phänomen der Umsetzung - das von einem Exzess zu andern übergeht und in der die Menschheit nur sehr schwer die Balance zu finden scheint – schlug der neu erwachte Humanismus in extreme Formen um. Während des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts fehlte wenig, dass der Mensch sich selbst vergötterte. Dies passierte vor allem im Jahr 700, als die menschliche Vernunft als Göttin verehrt wurde und als der sicherste Leitfaden für jeden Mensch und jedes Volk galt. Der Mensch ließ sich von nichts und niemandem mehr bremsen und dachte er könne alles allein entdecken, allein urteilen und die Welt beherrschen.

Zum neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert gehören zwei neue theologische Strömungen, in protestantischen Kreisen geboren, die neue Orthodoxie und der Liberalismus. Während dieser Zeit wurde die Bibel mit immer größerer Gewalt angegriffen. Sie heben mehr den Menschen und seine menschlichen Möglichkeiten hervor, als Gottes Werk und seine Offenbarung.

Hinweis
(1) Der Begriff Humanismus bezeichnet die Tendenz des Menschen, sich zu behaupten, sich zu schätzen, sich selbst Hilfestellung zu geben in allen Bereichen des Daseins. Der Mensch der an den Meschen glaubt, der Mensch als Protagonist zu sehen, absolut frei sich auszudrücken und zu denken. Schon das Wort "Humanismus", sagt es.


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